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Kamelien

Erfreulicherweise erfährt die Kamelie momentan eine kleine Renaissance, nachdem sie vor ungefähr 150 Jahren ihre "Blütezeit" hatte, in der sie europaweit und darüber hinaus sehr begehrt war. Die Pflanzen können uralt werden. Die älteste in Deutschland vorhandene Kamelie ist etwa 200Jahre alt, sie steht im Schlosspark Dresden-Pillnitz. Die älteste uns bekannte Kamelie weltweit ist sage und schreibe ca. 600Jahre alt. Sie steht in China in einem bud.Kloster.

In zahlreichen privaten und botanischen Gärten in Deutschland werden Kamelien mit gutem Erfolg im Freiland gehalten. Für diesen Erfolg sind einige Voraussetzungen wichtig:
1. Die Sortenwahl. Es gibt unter den vielen Kameliensorten zahlreiche, die hier unseren Winter überstehen und Minustemperaturen von -15Grad und darunter aushalten können. Die richtige Sortenwahl ist also wichtig

2.Möglichst Pflanzen kaufen, die nördlich der Alpen kultiviert wurden. Diese sind abgehärtet und ans hiesige Klima angepasster als Italienimporte. Mindestens vierjährige Pflanzen erwerben.

3.Einen Platz im Garten aussuchen, der vor allem im Winter beschattet ist. Wintersonne auf den Blättern kann zu Schäden führen. Plätze im Schutz lichtschattiger Bäume, Mauern oder Hecken sind gut geeignet. Der pH-Wert des Bodens muss eine saure Reaktion aufweisen und durchlässig sein.Staunässe ist zu vermeiden. Der Boden kann ggfls. mit Torf, Lauberde, Rindenhumus und Sand verbessert werden. Wo Rhododendron wachsen, gedeihen auch Kamelien..

4.Für unsere Gegend hat sich eine Pflanzzeit von Mitte März bis Mitte September bewährt. Wir hatten bei diesen Pflanzterminen hier noch keinen einzigen Ausfall zu beklagen. Die Pflanzen nutzen die zu diesem Zeitpunkt vorhandene Bodenwärme, um sicher vor dem Winter einzuwurzeln.

5.Winterschutz. Es hat sich hier bewährt, die "Pflanzscheibe"- der Raum unmittelbar um die Pflanze herum - mit flachen bodendeckenden Stauden oder Gehölzen zu bepflanzen. Wir verwenden bei höheren Kamelien Vaccinium vitis-idaea, die Preiselbeere, sind die Kamelien noch klein ist auch Waldsteinia ternata sehr geeignet. Möglich ist auch eine Abdeckung mit Rindenmulch, nach unserer Erfahrung sollte es aber dann Kiefernrinde 0/20 sein, die 8-10cm dick angedeckt wird. Bei Temperaturen über -10 Grad unternehmen wir hier nichts weiter, vorausgesetzt die Pflanze steht nicht exponiert. Wirds kälter umhüllen wir die Pflanze mit einem Vlies, was in einer Minute erledigt ist. Auf die hier beschriebene Art haben wir noch keinen Verlust der im Freiland verwendeten Kamelien zu verzeichnen gehabt. Auch den Winter 2002/2003, der mit teilweise 14tägigem Dauerfrost und Temperaturen unter -18 Grad und kaltem Ostwind nicht gerade mild war haben alle Pflanzen überlebt..

Wir möchten alle Gartenfreunde ermutigen, diese faszinierenden Pflanzen im Garten auszuprobieren. Oder frei nach Prof.K. Foerster: Ein Garten ohne Kamelien ist ein Irrtum.

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